Programm

               Selm – unsere Stadt zum Leben und Erleben





Vorwort





Liebe Selmerinnen, liebe Selmer,



wir leben in einer nicht leichten Zeit. Auch wir Selmer/innen machen uns große Sorgen um unsere Zukunft. Wir haben unser Wahlprogramm gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern teilweise vor der Corona-Krise erstellt. Derzeit zeichnen sich deutliche Einnahmeausfälle ab. Der Haushalt unserer Stadt, der ja nie auf Rosen gebettet war, dürfte in schweres Fahrwasser kommen. Zurzeit können wir alle nicht abschätzen, ob das Gröbste schon vorbei ist. Zur Wahrheit gehört, keine Partei oder Wählervereinigung kann wissen, was von ihrem Programm in der vor uns liegenden Wahlperiode umsetzbar ist, bzw. wie schnell es umgesetzt werden kann. Aber unser Programm ist und bleibt richtig. Es gibt aber auch Punkte, die trotz der unklaren Situation keinen Aufschub dulden, weil sie unverzichtbar für unsere Stadt sind.



Sehr viel in unserer Stadt haben wir selbst in der Hand:



-   bezahlbares Wohnen

-   Klimaschutz

-   die Energie- und Verkehrswende

-   das sichere Zusammenleben

-   Gestaltung der Steuer- und Abgabelast

-   Festsetzung von Gebühren



All dieses entscheiden nicht Bundes- oder Landesregierung, sondern wir hier vor Ort. Bei all dem, was wir erreichen wollen, stehen immer die Menschen in unserer Stadt im Mittelpunkt. „Wir für Selm“ legt Ihnen ein Programm vor, in dem wir ehrlich sagen, was wir in den nächsten Jahren vorhaben, welche Ideen uns leiten und wohin wir Selm entwickeln wollen. Unsere Stadt darf sich keinen Stillstand leisten! Stillstand entsteht auch dort, wo im politischen Alltag keine Kompromissfähigkeit gezeigt wird. Dies war leider in der Vergangenheit im Selmer Stadtrat öfter der Fall. „Wir für Selm“ wird mit allen im zukünftigen Selmer Stadtrat vertretenen Fraktionen oder Gruppen zusammenarbeiten, wenn eines im Vordergrund steht:





Der Mittelpunkt unserer Wählervereinigung ist die aktive und effektive Bürgerbeteiligung sowie maximale Transparenz der Stadtverwaltung.

Wir fordern und setzen uns für eine höhere Bürgerbeteiligung ein. Diese stärkt das vorherrschende Knowhow und fördert die Entwicklung der

kommunalen Politik. Vorrangig ist hier die Implementierung eines  „Bürgerhaushaltes“.



Die Stadt organisiert eine breite Bürgerbeteiligung an der kommunalen Investitionsplanung als ersten Schritt dahin. Sobald wie

möglich muss der gesamte städtische Haushalt in einem regelmäßigen Beteiligungsverfahren aufgestellt werden. Es gibt genügend Beispiele, dass Bürgerhaushalte funktionieren können, wenn es richtig angestellt wird.

Bis heute zuweilen verlorenes Vertrauen in Verwaltung und Ratsarbeit kann damit zurückgewonnen werden.

Dieser Vorgang kann und darf aber keine einmalige Angelegenheit sein, sondern muss kontinuierlich vonstattengehen.



„Wir für Selm“ macht es sich aber auch zur Aufgabe, der Stadtverwaltung

über die Schulter zu schauen und fordert daher jederzeit und fortwährend aktive Aufklärungsarbeit der getroffenen Entscheidungen.

Wir   sind   gegen   Politik   im   stillen   Kämmerlein   durch   ein   paar   wenige.



Wir sind gegen Klüngel und parteipolitische Spielchen auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger . All dies sehen wir als unseren

 roten Faden an, der sich im Grunde durch unsergesamtes Programm zieht.



Wir wollen eine Stadt Selm, die zukunftsorientiert arbeitet und ihren

Bürgerinnen und Bürgern sowie den nachfolgenden Generationen eine

sichere und nachhaltige Lebensweise ermöglicht.









                                   Stärkung der Stadtteile





Wir wollen dafür sorgen, dass jeder Stadtteil, wenn möglich, dieselben Möglichkeiten und Vorteile genießen kann.

Stadtteile sind das Ankerzentrum des täglichen Lebens.

„Wir für Selm“ setzt sich dafür ein, dass dies auch so bleibt und möchten verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger gezwungen werden, in bestimmte Gebiete zu ziehen, um nicht abgeschnitten zu enden.

Dazu gehört es, dass ein jeder die Möglichkeit hat, z.B. seine täglichen Besorgungen zu erledigen. Das schließt auch diejenigen ein, die nicht oder nicht mehr mobil sind.



                                                                              Bildung



Eine gute Bildung ist der Schlüssel zu einem guten Leben.

Eine gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist das Ziel von „Wir für Selm“.

 Jedem Kind muss die gleiche Chance geboten werden. Wir wollen die bestmögliche Bildung für alle Selmer Kinder und Jugendliche.

Unser Bildungssystem darf schlicht und ergreifend nicht still stehen.

Die Meinungen zur Schulsituation in Selm sind nicht überall dieselben. So befriedigt die eine Stadt bzw. Gemeinde den Schulbedarf besser, die andere weniger.

Unsere Offenen Ganztagsschulen erfüllen pädagogische Aufgaben und sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Die aus der Kita in die Grundschule wechselnden Kinder und ihre Eltern erwarten deshalb ein Ganztagssystem.



Wir streben bis 2025 an, dass alle Eltern und Kinder, die dies wünschen, einen Platz in der Offenen Ganztagesschule erhalten. Weil schulischer Erfolg in Deutschland sehr stark abhängig vom Elterneinkommen ist, muss in Nordrhein-Westfalen ein Gesetz verabschiedet werden, welches die Beitragsfreiheit für Kitas und Schulen regelt. Solange die Stadt Selm Beiträge für Kitas und offene Ganztagsschulen nehmen muss, wollen wir die Beiträge sukzessive reduzieren und vor allem untere und mittlere Einkommensgruppen deutlich entlasten.



Die Schulstandorte müssen weiter gestärkt werden. Es muss kontinuierlich in räumliche und sachliche Ausrüstung investiert werden. Wir müssen die Schulen mit den modernsten Informationstechnologien ausstatten, mit WLAN und Touchscreens in allen Klassenräumen. Die Digitalisierung wird in der Zukunft Gesellschaft und Arbeitsplätze massiv mitbestimmen. Dazu müssen wir die junge und die ältere Generation fit machen, sowohl technologisch als auch medienkritisch.



Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang das gemeinsame Arbeiten und das gemeinsame Zuhören in Bezug auf die individuellen Bedürfnisse der Eltern, Lehrer und vor allem der Schülerinnen und Schüler.

Nur wenn ein regelmäßiger gemeinsamer Dialog stattfindet, ist es uns möglich, das Bildungsniveau zu halten und auch in Zeiten des Wandels

nicht hinten an zu stehen.

Besonders im Bereich der Bildung ist es daher auch wichtig, die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern und weiter auszubauen.

 Deshalb müssen mit allen beteiligten Akteuren Standards erarbeitet und beschlossen werden. Es muss mehr Personal eingestellt werden, damit die schulische Informationstechnologie betreut und damit die Nutzung verlässlich und dauerhaft gewährleistet ist.

Eine Schließung oder eventuelle Zusammenlegung von Schulen lehnen wir ab.









                                                         Wirtschaft Haushalt und Finanzen



Wer Demokratie will, muss die Selbstverwaltung der Städte verteidigen. Sie ist zwar im Grundgesetz verankert, doch werden die Städte, insbesondere in NRW finanziell ausgehungert. Bundes- und Landesgesetze drücken ihnen immer mehr Aufgaben auf, ohne für ausreichende Finanzmittel zu sorgen. Das Konnexitätsgebot – „wer bestellt, muss auch bezahlen“ wird systematisch ausgehöhlt.



Hier sind die Vertreter der Regierungsbeteiligungen auf Bundes- und Landesebene, die örtlichen Funktionsträger von CDU, SPD und Grünen aufgefordert, sich dafür bei ihren höheren Ebenen einzusetzen, anstatt über Kürzungen im Sozialbereich und höhere städtische Abgaben nachzudenken und zu beschließen.



Selm ist hoch verschuldet. Das ist der Stand der Dinge.

 Allein kann die Stadt den Schuldenberg nicht abtragen.

Hier ist, wie in anderen Bundesländern, die Landesregierung gefordert, einen Altschuldenfond aufzulegen, der zumindest die Kassenkredite (im Volksmund (Dispositionskredit) in Höhe von ca.43 Mio. € übernimmt. Frage ist nur, wann Bund und Land dies realisieren.



1988 wurde der Verbundsatz, von 28% auf 23% von der Landesregierung gesenkt. Er sollte 2 Jahre später wieder erhöht werden. Dies geschah aber bis heute nicht. Das heißt, dass von den Einnahmen des Landes nicht mehr 28,5% in die Schlüsselzuweisungen an die Kommunen flossen, sondern nur noch 23%. Dies verursachte bis heute für unseren städtischen Haushalt mindestens einen Einnahmeverlust von ca.40 Millionen Euro. Während bei den Investitionskrediten ein Gegenwert vorhanden ist (Gebäude, Straßen etc.) ist dies bei Kassenkrediten, die bei den Privathaushalten mit dem Dispokredit vergleichbar sind, nicht. Kassenkredite haben keinen Gegenwert. Sie entstehen dann, wenn kein Haushaltsausgleich stattfindet. Dies war in Selm von 1994 bis 2016 der Fall. Der Kassenkreditbestand beträgt zurzeit in Selm ca. 43 Millionen Euro



Das Gesamtsteueraufkommen muss sich erhöhen, aber nicht auf Kosten der Bürger. So fordern wir die Erhöhung der Vergnügungssteuer für Spielhallen. Bis 2025 muss die Grundsteuerberechnung laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes neu berechnet werden. Spätestens dann muss in Selm der Grundsteuerhebesatz massiv gesenkt werden. Bei der Berechnung städtischer Gebühren wie Abfall- und Abwassergebühr ist der kalkulatorische Zins nicht mehr wie bisher mit 4,5% zu berechnen, sondern mit dem Zinssatz für Investitionskredite. Dies mindert die Abgabelast der Selmer Haushalte deutlich. Auch die Hundesteuer muss auf das Niveau unserer Nachbarkommunen gesenkt werden.



Die heimische Wirtschaft muss durch eine bessere Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU sind verstärkt zu durchforsten und diese Möglichkeiten unserer Wirtschaft aufzuzeigen.



„Wir für Selm“ ist klar dagegen, Steuern und Abgaben zu erhöhen, nur um die Schuldenlast zu minimieren. Diese Lösung ist uns zu kurzsichtig und ungerecht gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern.

Höhere Abgaben und Steuern führen zu einer Abwanderung und entsprechend zu einer weiteren notwendigen Erhöhung. Eine Spirale, die

uns am Ende viel mehr schadet.



Im Bereich der Wirtschaft setzen wir uns für eine flächendeckende Erreichbarkeit sowie des Vorhandenseins von Geschäften des täglichen

Bedarfs ein.

Neben der Neuansiedlung von Betrieben, Geschäften und Dienstleistungsunternehmen, die der Erweiterung des

Arbeitsplatzangebotes und Steigerung der Attraktivität der Stadt Selm dienen, muss unbedingt eine kontinuierliche, qualifizierte Betreuung der

bestehenden Betriebe gewährleistet sein.


Größere Projekte innerhalb der Stadt möchten wir gerne in einem Votum mit den Bürgerinnen und Bürgern entschieden sehen, anstatt im

Schnelldurchlauf bei Ratssitzungen.

Auf lange Sicht fordern wir einen konstanten Schuldenabbau.

Nur damit erlangt Selm seine Handlungsfreiheit zurück.





                                                                                          Wohnen und Verkehr





Selm hat sich in den letzten Jahren zum Vorteil entwickelt.

 Es sind gute Projekte (Campus, Sunshine, Skaterpark, Auenpark, Sportstätten) durch viele zugeflossene Millionen Fördergelder aus der Teilnahme Regionale 2016 entstanden. Auch die Burg Botzlar wird durch die Bürgerstiftung ein Haus der Begegnung und der Vereine werden. Neuer Wohnraum wurde bzw. wird noch geschaffen.



Was aber absolut noch in Selm fehlt ist bezahlbarer Wohnraum.

 Der soziale Wohnungsbau ist in Selm zum Erliegen gekommen. Für Familien mit Kindern, Alleinerziehende sind die Mieten in Selm fast nicht mehr zu stemmen. Deshalb wird in den nächsten Jahren unbedingt günstiger Wohnraum zu errichten sein. Wohnen ist Menschenrecht. Bei der Ausweisung neuer Baugebiete ist ein mindestens 30%iger Anteil für den sozialen Wohnungsbau festzuschreiben. Die integrierten Handlungskonzepte für Bork und Cappenberg müssen schnell zum Abschluss gebracht werden.Selm muss verstärkt Wohnraumkonzepte schaffen.

Seit langem ist etwa die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, speziell für kleinere Wohnräume bis 70 m², um ein Vielfaches höher, als es

das Angebot  hergibt.

Soziale Wohnungsbaugesellschaften funktionieren auch in unserer Region und es wäre wünschenswert, wenn Selm sich mit existierenden

Wohnungsbaugesellschaften zusammenschließen oder aber selbst aktiv tätig wird.



 „Wir für Selm“ fordert bezahlbaren Wohnraum für alle.

Wohnen bedeutet mehr, als nur ein Dach über dem Kopf haben.

Beispielsweise wäre es sinnvoll, leerstehende Häuser zu erwerben, zu sanieren und in kleinere Wohneinheiten umzuwandeln.

Sinnvoll erscheint es natürlich, diese Wohnungsbaukonzepte direkt im Verbund mit einer Überarbeitung des ÖPNV zu verbinden.



 Bei Nachfragen bei der Bevölkerung zeigen den Wunsch, den ÖPNV zu beleben.



Taxilösungen bzw. auf Anruf bestellbare Transportmittel sind dafür bestens geeignet, bedürfen aber einer besseren Kennzeichnung für Einheimische.



Das Projekt Bürgerbus darf nicht aufgegeben werden. Der Bürgerbus muss kommen, denn so sind unter anderem die Verbindungen in Selm, Bork und Cappenberg deutlich im Interesse der Menschen zu verbessern.



Die Fahrradsituation in Selm bedarf ebenfalls einer Überarbeitung. Die Stadt Selm muss ein durchdachtes und ausgewogenes Netz von

Fahrradwegen anbieten.

Im Zuge dessen ist es notwendig, die aktuell vorhandenen Konzepte neu zu

bewerten und wo noch nicht geschehen, ein entsprechendes Konzept einzuführen und mit Dringlichkeit umzusetzen.

Marode Fahrradwege sind instand zu halten.



Die hohe Verkehrsbelastung an vielen Straßen (Südkirchener Strasse, Auf der Geist, Ludgeristrasse, Kreisstraße, Münsterlandstraße usw.) haben durch den motorisierten Individualverkehr eine enorme Auswirkung der Anwohner zur Folge. Diese Belastung wird durch die zukünftigen Baugebiete, der Ansiedlung eines großen Logistikunternehmens an der Werner Straße noch enorm ansteigen. Von daher fordern wir die Erstellung eines Gesamtverkehrsplanes für eine Stadt der kurzen und sicheren Wege.

Belastungen durch extrem lärmenden Verkehr sind entgegen zu wirken. So ist ein Gesamtverkehrsplan aufzustellen. Zu prüfen ist auch eine

Verlängerung der K44n bis zur Nordkirchener Straße/Lüdinghauser Straße.

„Wir für Selm“ wünscht auch eine Vereinfachung der

Geschwindigkeitszonen. Verschiedene Geschwindigkeitszonen auf kurzer Strecke, ohne ersichtlichen Grund, sind eine Belastung sowohl für

Anwohner als auch die Umwelt.



Für Straßen im allgemeinen, fordern wir die Stadt und den Kreis auf, Ihrer gesetzlichen Pflicht zur Instandhaltung nachzukommen.

Es kann nicht sein, dass Ihre Instandhaltungspflicht vernachlässigt wird und bei einer Gesamtsanierung die betroffenen Anlieger durch entsprechende Anliegerbeiträge zur Kasse gebeten werden.



„Wir für Selm“ setzt sich überdies für eine Abschaffung der Anliegerbeiträge in in Ihrer Gesamtheit ein.



                                                                  Freizeit, Kultur und Traditionen



Die Freizeitmöglichkeiten müssen schnellstens ausgebaut werden.

Dazu gehören die Anlage eines Trimm-dich-Pfades zum Beispiel im Zechenwald und mehr Möglichkeiten für unsere Jugend, ihre Freizeitaktivitäten in Selm aktiv zu gestalten.



Der Förderverein des Freibades ist finanziell deutlich stärker zu unterstützen, damit nicht nur das Freibad erhalten, sondern auch technisch auf den Stand der Zeit aufgerüstet wird.

Einen Hallenbadneubau auf dem Gelände des Freibades lehnen wir ab. Sollte die Möglichkeit eines Hallenbadneubaus bestehen, so hat dieser am jetzigen Standort zu geschehen.



Nicht genutzte Liegenschaften sind zu aktivieren und einer für die Bürgerinnen und Bürgern sinnvollen Nutzung zuzuführen (Naherholungsgebiete).




Man darf nicht vergessen, dass vielerorts die Jugend unsere Traditionen weiterführt und entsprechende Veranstaltungen mit Leben füllt und zum Teil organisiert.

Aber auch neue Traditionen und Veranstaltungen werden geschaffen. Hier dürfen wir nicht mit starrem konservativem Blick nur zusehen, sondern müssen unterstützend und aktiv mitwirken.



„Wir für Selm“ setzt sich dafür ein, dass bestehende Traditionen erhalten bleiben, auch wenn das vielleicht kurzfristig eine Lärmbelästigung (z.B.

Schützenfeste)für die Anwohner bedeutet.

Wünschenswert wäre hierbei ein offener Dialog vor und nach der Veranstaltung.

Somit kann man im Bedarfsfalle auf auftretende Probleme reagieren und/oder im Nachgang für kommende Veranstaltungen Lösungen finden für Angesprochenes aus der Bürgerschaft.





„Wir für Selm“ setzt sich dafür ein, dass Vereine wieder mehr aktive Unterstützung erhalten.

Hier reichen rein öffentlichkeitswirksame Auftritte aus der Verwaltung nicht aus.



Wir wünschen uns eine stärkere Förderung. Kommunal und interkommunal, finanziell, materiell sowie engagiert und sinnvoll.

Gleiches gilt für die vielfältigen kulturellen Einrichtungen in unserer Stadt.







                                                                                                Senioren



Viele ältere Menschen fühlen sich in Selm oft unsicher und können sich zunehmend nur noch beschränkt und mit Beeinträchtigung im öffentlichen Raum bewegen.

Dies ist kein subjektives Empfinden, sondern zeigt sich jedem, der einmal mit offenen Augen die Stolperstellen auf Gehwegen,  Bushaltestellen usw. inspiziert.

Hier bedarf es eines sensiblen Blickes seitens der Verwaltung, um alle öffentlichen Bereiche, auch für Senioren und andere beeinträchtigte

Personen, zugänglich zu machen.

Weiterhin bedarf es der Umsetzung im Bereich des ÖPNV wie oben beschrieben, um unseren Senioren ein vielfältiges und wohnortnahes

Angebot zu bieten, sowie eine Eigenständigkeit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen.





                                                Jugend



Im Bereich der Jugend ist es unerlässlich z.B. neue attraktive Freizeitangebote zu schaffen und existierende auszubauen bzw. zu fördern.

(z.B. Vereine, Einrichtungen und Institutionen (Feuerwehr und dgl.)

In allen Teilen unserer Stadt findet man bereits ein großes Netzwerk an Möglichkeiten für unsere Jugend.

Das heißt aber auch, immer weiter am Ball bleiben.

Vereinsarbeit zum Beispiel ist arbeitsintensiv und auch hierfür werden finanzielle Mittel benötigt, um weiterhin attraktiv, zeitgemäß und modern

bleiben zu können.



                                                                                  Soziales und Sicherheit



Alle Bürgerinnen und Bürger sollen sich jederzeit sicher fühlen und ohne Angst oder Bedenken auf den öffentlichen Straßen, Plätzen, Parks und

Anlagen am Leben in unserer Stadt teilnehmen können.



Die öffentlichen Bereiche, die der Gefahr des Vandalismus ausgesetzt sind, sind durch geeignete Maßnahmen zu überwachen.

Für bekannte Brennpunkte bedarf es Lösungen und sachorientierte Konzepte.Durch z. B. stadtgestalterische Maßnahmen, kann bereits im Vorfeld die Attraktivität für vermeintlich kriminelle Brennpunkte entscheidend vermindert werden.



Polizei und Ordnungskräfte müssen dabei verstärkt auftreten.

Eine Verkleinerung von Polizei und Ordnungskräften in unserer Stadt lehnen wir ab, im Gegenteil, die Präsenz der Polizei vor Ort muss gestärkt werden, am besten durch eine durchgehend besetzte Polizeistation.

Eine Bestreifung durch private Sicherheitsdienste, als Ersatzmaßnahme, ist ebenfalls keine Lösung.



Die freiwillige Feuerwehr muss weiterhin sachgerecht ausgestattet werden.



Der Wertstoffhof muss an anderer Stelle neu gebaut werden.



Kinderspielplätze sind zu überwachen, damit keine Gefahren durch Abfall usw. für unsere kleinsten Mitbürger entstehen.



Ebenso notwendig ist die Sauberkeit unserer Stadt. Der städtebauliche Verfall von Plätzen, öffentlichen sowie privaten Gebäuden

und deren Grünanlagen ist zu vermeiden.

Eine gepflegte und saubere Stadt strahlt Sicherheit aus.

Nicht nur für uns Einwohner, sondern auch für unsere Besucher.



                                                                             Umwelt und Tierschutz



Auch künftige Generationen sollen gut und gerne in Selm leben können. Damit gehört der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, deren Schutz und Erhalt bei jeder dieser Belange berührenden Entscheidung mit auf den Tisch.

Uns liegt der Umwelt und Tierschutz sehr am Herzen und wo nötig, möglich und verhältnismäßig, setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein.



„Wir für Selm“ fordert die Rücksichtnahme auf den Tierschutz zum Beispiel bei Bebauungsprojekten.

Wir setzen uns dafür ein, Missstände im Umgang mit Tieren und deren Haltung aufzuzeigen und zu beenden.

Wir fordern eine Anpassung der Tierhaltung an die Tiere und nicht umgekehrt.



Uns liegt viel an einer auskömmlichen, die Umwelt schonenden und regional ausgerichteten Landwirtschaft.

Wir setzen uns dafür ein, dass Landwirte als wichtiger Bestandteil der Grundversorgung und Wirtschaft in unserer Region bei der Anschaffung

von beispielsweise Milchzapfanlagen, Eierhäusern usw. finanziell unterstützt bzw. gefördert werden.

Wir wünschen uns dahingehend vermehrt den Fokus auf den Handel und Verkauf von regionalen Produkten auf unseren Wochenmärkten in Bork und Selm.



Wir setzen uns dafür ein, die Hundesteuer zu senken. Maßstab soll die durchschnittliche Höhe der Hundesteuer in unseren Nachbarkommunen

sein.



Im Rahmen einer Präventionsmaßnahme fordern wir ein konsequentes Vorgehen gegen Müllsünder und fordern die Verwaltung auf, aktiv und

konsequent dagegen vorzugehen und durch verstärkte Kontrollen der Ordnungskräfte diese Vergehen zu ahnden.



Im Zuge des Klimawandels setzen wir uns für eine flächendeckende Nutzung von regenerativen Energien ein.

Eine Ausweitung und Intensivierung wie etwa das Repowering von Windkraftanlagen lehnen wir ab.

Wir fordern die Verwaltung dazu auf, sich nicht allein auf eine einzelne Methode der Energiegewinnung zu konzentrieren.





Unsere Maßnahmen hierfür sind:

Aufforstung von städtischen Flächen. Dies ist der beste Weg, CO2 zu speichern. Die Stadt stellt Flächen zur Verfügung und unterstützt finanziell Baumpflanzaktionen gemeinsam mit der Bevölkerung und unseren Vereinen.



Die Frischluftschneisen in Selm müssen gesichert werden, um einen Luftaustausch auch in dichtem besiedeltem Gebiet zu gewährleisten. Im Spannungsfeld zwischen dem Erhalt von Freiflächen und dringend benötigtem Wohnbau sind nachhaltige Bauprojekte gefragt.



Das vom Rat verabschiedete Klimaschutzkonzept ist fortzuführen.



Wir möchten eine Verpflichtung zu klimaschonenden Bauweisen und Begrünung bestehender Gebäude. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion muss deutlich erhöht werden.



Wir fordern nach Möglichkeit, auch Photovoltaik, Wasser, Biomasse/Biogas, Erdwärme, usw. zur Energiegewinnung zu nutzen.

Im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Klimapolitik lehnen wir es ab, kommunale Fahrzeuge ausschließlich durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen.

Solange die zum Nachladen benötigte Energie nicht sauber und solange die aktuelle Gewinnung der notwendigen Rohstoffe (Kobalt & Lithium für Batterien) unter menschenunwürdigen, umweltschädlichen und zum Teil direkt illegalen Bedingungen geschieht, lehnen wir Elektrofahrzeuge ab.

Eine ebenfalls umweltfreundlichere Möglichkeit stellen hierbei etwa Erdgas bzw. mit Flüssiggas (LPG) betriebene Fahrzeuge dar.





 

                                                                                       Tourismus



Selm und das sich anschließende Münsterland gehören zu einer der schönsten Gegenden in Nordrhein-Westfalen und ist attraktiv.

Damit der Tourismus als Wirtschaftsfaktor in unserer Stadt gestärkt wird, benötigen wir zielführende und effektive Konzepte.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt Selm anhand ihrer geografischen und infrastrukturellen Vorteile, diese Konzepte erarbeitet und fokussiert umsetzt

Wir fordern eine ausgeprägte interkommunale Zusammenarbeit zwischen Selm, Olfen, Nordkirchen und Lüdinghausen (wie bei der Regionale 2016 umgesetzt), um ein sinnvolles und faires Gesamtkonzept für unsere Region zu erarbeiten und umzusetzen











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